Ach, wenn’s doch schon Sommer wäre!
Der Winter scheint kein Ende zu nehmen. Jeden Morgen auf dem Weg zur Uni ist man von Minusgraden umgeben. Das Auto muss frei gekratzt und vom Schnee befreit werden, was nicht nur viel Zeit beansprucht, sondern auch die Finger zum Erfrieren bringt. Sogar mit Handschuhen schmerzen die Finger anschließend am eiskalten Lenkrad und tauen erst nach einigen Minuten unter Schmerzen auf, wenn die Lüftung endlich warme Luft ins Auto strömen lässt – gerade dann, wenn man schon fast am Ziel ist. Dennoch steige ich meist nicht auf öffentliche Verkehrsmittel um, da auch auf die nie Verlass ist und ich halbwegs rechzeitig zu den Vorlesungen und Seminaren erscheinen möchte.
Da träumt man doch des Öfteren mal vom Sommer. Denn auch wenn die Vögel langsam zu zwitschern anfangen, scheint der Frühling noch weit entfernt. Im Winter ist man meist depressiv und schlecht gelaunt. Es wird früh dunkel, man zieht schon um 5 das Dachfensterrollo runter, und es ist nur kalt, kalt, kalt! Im Sommer pulsiert dagegen das Leben. Am Campus sitzen Studenten im Freien, trinken Kaffee oder schlecken Eis, während sie mit Kommilitonen über die letzte Prüfung reden, Vorträge ausarbeiten, Bücher lesen oder bei Musik relaxen. Im Sommer hält man sich draußen auf, geht ins Freibad, um unter einem Sonnenschutzsegel zu entspannen, schwimmt im See, sonnt sich am Nachmittag, wenn die Sonne nicht mehr ganz so stark vom Himmel brennt und genießt die warmen Temperaturen. Der Sommer ist die Zeit von Grillpartys mit Freunden, lauen Partynächten, kurzen Klamotten und fröhlicher Musik. Man ist allerseits gut drauf, freut sich, morgens zeitig aufzustehen und abends spät ins Bett zu fallen und genießt das Leben in vollen Zügen.
Doch leider, leider ist es noch nicht so weit! Und wir müssen uns wohl damit abfinden, dass der Sommer noch eine ganze Weile auf sich warten lässt.